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Seldom Sene: Not a Single Road Rezensionen

 

 

Music written for Seldom Sene, Aspasia Nasopoulou: Ten dipoles; Sören Sieg: Mathongo amnandi – African suite No. 24; Paul Leenhouts: Quo quondam victa furore; Thanasis Deligiannis: A bit unfair; Seldom Sene: Stephanie Brandt, Ruth Dyson, Hester Groenleer, Eva Lio, María Martínez Ayerza (recorders), Brilliant Classics, NL-Leeuwarden 2019, 1 CD, BC 95956

 

 

Weit entfernt von einspurig präsentiert das Quintett Seldom Sene vier Auftragskompositionen aus den Jahren 2015–2018. Aspasia Nasopoulous Ten dipoles (2016) ist eine Reihe von Miniaturen. Der Name Dipol steht in diesem Fall für eine alte Theorie über den Aufbau der Elemente: Plus und Minus, männlich und weiblich, Ying und Yang. Der eine Pol wird durch die von Horst Rickels und Ernst Dullemont kreierten Aerophone verkörpert, die mit dem Blockflötenquintett in einen lebendigen, spontanen Dialog treten. Natürliche und künstliche Geräusche und Klänge, deren Spannungsbogen über fast 30 Minuten gehalten wird, lassen dem Zuhörer viel Raum für eigene Fantasien: Unterwasserwelten mit Walen und Meerjungfrauen, kosmische Klangfantasien und Orgelcluster, von vielem etwas und wirklich nie langweilig.

 

Sören Siegs Kompositionen für Blockflötenensemble haben einen unverwechselbar charakteristischen Sound. Seine Afrikanische Suite Nr. 24 Mathongo amnandi (2018) ist da keine Ausnahme. „Feel good Music“ stimmig präsentiert, wenn auch stilistisch aus der Reihe der anderen Kompositionen herausfallend.

 

Paul Leenhouts ist dagegen für eine Überraschung gut. Sein untrüglich komödiantisches Gefühl und Gespür für außergewöhnliches Timing lassen ihn auch in Quo quondam victa furore (2015) nicht im Stich. Diesmal setzt er das Gedicht Die Stechmücke, das aus einer Vergil zugeschriebenen Gedichtsammlung stammt, in Musik: Es erzählt die Geschichte einer von einem Hirten erschlagenen Mücke, die diesem im Traum erscheint und von der Unterwelt berichtet. Selbstironisch und brillant.

 

Und zu guter Letzt Thanasis Deligiannis’ A bit unfair basierend auf drei kurzen Gedichten von Iacovos Camhis. Singend und spielend kommt diese Komposition dem szenischen Talent von Seldom Sene mehr als entgegen. Mit ganzem Körpereinsatz beweist das Quintett wieder einmal, dass es fähig ist, der klassischen Steifheit des vormals etablierten Konzertbetriebes einen neuen Anstrich zu verpassen, der Können mit Authentizität vereint.

 

 

 

 

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