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Klaus Hofmann/Peter Thalheimer (Hg.): Flauto e Voce, Heft 17 Rezensionen

 

 

Originalkompositionen für Sopran oder Tenor, Blockflöte und Basso continuo, von Badia, Campra, Dubourg, Fischietti, Keiser, Scarlatti und Telemann, Heft 17, Magdeburg 2020, Edition Walhall, Partitur und Stimmen, EW1146, € 24,50

 

 

Mit Flauto e Voce, Heft 17 ist wieder einmal die Besetzung für Hohe Stimme, eine Blockflöte und Basso continuo an der Reihe wie vorher schon in den Heften 1, 3, 10 und 13.

 

Die meisten der Komponistennamen kennen wir auch bereits aus früheren Nummern der Reihe. Das heißt, Hofmann und Thalheimer „graben“ weiter an einigen bereits erschlossenen Repertoire-Minen: Eine höchst interessante neue Entdeckung ist Matthew Dubourg mit seiner Arie The lark’s shrill notes von 1748. Trotz seines französisch klingenden Namens wurde Dubourg in London geboren und wirkte (als Schüler Francesco Geminianis) dortselbst und über 30 Jahre lang in Dublin.

 

Er ist vor allem bekannt für seine Verfertigung der wohl neben denen von Johann Helmich Roman extremsten Verzierungsversionen der Violinsonaten Corellis.

 

Die vorliegende Arie (offenbar ein Einzelwerk) mit Sopraninoblockflöte und Sopran in der Tradition der blockflötenspezifischen Vogelstimmenimitationen sieht höchst interessant aus!

 

Eine weitere Novität ist die Liebesarie aus einer Kantate des neapolitanischen Komponisten Giovanni Fischietti mit Altblockflöte (die auch nach zeitgenössischen Angaben auf dem Traverso ausführbar ist).

 

Wie gesagt stammen die übrigen 5 Nummern allesamt mit solistischer Altblockflöte von „üblichen Verdächtigen“ der Reihe Flauto e Voce: Es handelt sich um Arien aus einer Oper von Reinhard Keiser, einer pastoralen Kantate von Carlo Augustino Badia, einer geistlichen Kantate Telemanns, einer „Tragédie lyrique“ von André Campra, und einer Oper Alessandro Scarlattis. Keiser, Badia, Campra und Scarlatti sind allesamt zeitlich recht früh, also zum Anfang des 18. Jahrhunderts zu verorten, während Telemann, Dubourg und Fischietti einer späteren Generation angehören.

 

Wie schon so oft an dieser Stelle gesagt: Die Reihe ist eine echte Schatzgrube! Aufmachung und Ausstattung der Hefte sind wie immer mustergültig!

 

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