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Hofmann, Klaus/Thalheimer, Peter (Hg.): Flauto e Voce Heft 18 und 19 Rezensionen

 

– Originalkompositionen für Alt oder Bass, zwei Blockflöten und Basso continuo, von Bach, Erlebach, Keiser, Lully, Purcell, Roemhildt und Telemann, Heft 18, Magdeburg 2021, Edition Walhall, Partitur und Stimmen, EW1192, € 24,80

 

Originalkompositionen für Sopran oder Tenor, 2–3 Blockflöten und Basso continuo, von Gorton, Liebhold, Mattheson, Michael, Roemhildt, Schürmann, Steffani und Störl, Heft 19, Magdeburg 2021, Edition Walhall, Partitur und Stimmen, EW1199, € 27,50

 

 

Und schon ist es wieder soweit:

Zwei neue Bände der bewährten Reihe „Flauto e Voce“ aus der unermüdlich tätigen editorischen Werkstatt von Peter Thalheimer und Klaus Hofmann sind soeben bei der Edition Walhall erschienen. Mittlerweile sind wir bei den Bänden 18 und 19 angekommen mit Sammlungen von Kompositionen für Singstimme, Blockflöten und Basso continuo, diesmal wieder mit Beteiligung von 2–3 Blockflöten: Band 18 für mittlere oder tiefe Stimme, Band 19 für hohe.

 

Das Rezept der Ausgaben ist bewährt und wird konsequent weiterverfolgt: quer durch den barocken Stilgarten des 17. und 18. Jahrhunderts, ohne Begrenzungen bzgl. geistlicher oder weltlicher Bestimmung, bekannte mit unbekannteren Komponisten vereint: jeder Band eine neue Wundertüte: man weiß im Prinzip, was jedes Mal drin ist, wird dann aber doch immer wieder überrascht!

 

Konkret heißt das für Nr. 18: Von den barocken Großmeistern gibt es eine Arie von Johann Sebastian Bach aus Kantate 46 (Schauet doch und sehet) und eine aus Telemanns Kommunionskantate Das Manna deiner Speise. Henry Purcell ist ebenfalls vertreten mit Strike the viol aus der Geburtstagsode für Queen Mary; für eine Stilübung sowohl der Gesangs- als auch der Instrumentalparts im französischen Stil taugt ein Air von Jean-Baptiste Lully. Johann Heinrich Erlebach hat bekanntlich höchst qualitätvolle Musik hinterlassen, von der leider der Großteil verbrannt ist. Das hier abgedruckte Strophenlied Ich rühme mich lohnt jedenfalls die Begegnung.

 

Reinhard Keiser kombinierte in seinen Opern immer wieder Blockflöten mit Singstimmen: hier eine Arie aus Der geliebte Adonis. Zu guter Letzt eine geistliche Arie von Johann Theodor Roemhildt, einen Komponisten, auf den Hofmann und Thalheimer ja schon mehrfach hingewiesen haben.

 

Band 19 – wie gesagt der für hohe Stimme, zumeist Sopran – enthält hauptsächlich Stücke unbekannterer Komponisten: auch hier wieder Roemhildt mit zwei Beiträgen aus geistlichen Kantaten, ganz ähnlich wie eine Arie von Liebhold. Auch Johann Georg Christian Störl war bereits in den Bänden 14 und 16 vertreten. Neu im Bunde ist Tobias Michael, der Nachfolger Johann Hermann Scheins als Thomaskantor, mit einem Geistlichen Konzert von 1637.

 

Nach England führt uns William Gorton mit seinem Song Damon, sure you love another. Es bleiben drei Opernarien von Agostino Steffani (Care soglie), Johann Mattheson und Georg Caspar Schürmann.

 

Beide Bände sind wieder regelrechte Schmuckkästchen!

Vorwort, die Aufarbeitung der Gesangstexte mit Übersetzungen, Kommentare, Quellenangaben, Druck, Aufmachung und Ausstattung mit Einzelstimmenmaterial: wie immer bei dem Herausgeber- und Verlegergespann Thalheimer-Hofmann-Biersack absolut mustergültig!

Man wird der Reihe einfach nicht müde!

 

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