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Aleksey Igudesman: Magical Spells Rezensionen

 

 

10 magical pieces for solo flute, Wien 2019, Universal Edition, UE 38041, € 15,95

 

Der 1973 in St. Petersburg geborene Geiger Aleksey Igudesman hat 10 Etüden für Flöte komponiert und diese mit Zauberformeln betitelt.

 

Neben den im deutschen Sprachraum bekannten Hokuspokus, Sesam, öffne dich!, Simsalabim oder Abrakadabra, finden sich auch internationale Versionen wie Alakasam und Izzy Wizzy, let’s get busy und das Zauberwort, das von allen Eltern dieser Welt mit Dankbarkeit aufgenommen wird: das einfache Wort Bitte!

 

Der netten, kindgerechten Idee und den gut ausgedachten musikalischen Motiven stellen sich zwei Hindernisse in den Weg: Der fortgeschrittene Schwierigkeitsgrad, der auch durch den Umfang von c1 bis b3 unterstrichen wird, und die Länge der Stücke. Letzteres kann ich am 4. Stück Hokuspokus veranschaulichen, was einen viel einfacheren Schwierigkeitsgrad hat. Das minimalistische Motiv besteht aus zwei Takten, die Etüde ist jedoch 67 Takte lang. Bei meinen kleinen Schülern ist nach der ersten Seite die Luft raus und die Motivation zu Ende, denn sie müssen sich jeden Ton erarbeiten und die musikalische Aussage ist zu dünn für fortgeschrittene Schüler, die fähig sind, vom Blatt zu lesen.

 

Gut angenommen wurden das einseitige Sesam, öffne dich! mit einem leichten Hauch von Tangomotiven, Xyzzy, Plugh and Plover, Izzy Wizzy, let’s get busy und Alakasam, die alle gute Anfänge aufweisen, sich dann aber zu sehr in die Länge ziehen.

 

Ja, die 10 Etüden enthalten viele pädagogisch wertvolle technische, rhythmische, dynamische und artikulatorische Aspekte. Doch beim Komponieren und Vermitteln von pädagogischem Material gilt dieselbe Regel wie die, für das Erfinden von Zaubersprüchen: Sie sollten kurz, effektvoll und präzise in ihrer Aussage sein.

 

 

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