Op. 19, Giovanni Miszczyszyn (traversiere flute), Instrumental Ensemble of Accademia del Santo Spirito: Alessandro Conrado, Paola Nervi (baroque violins), Massimo Barrera (baroque cello), Luca Ronzitti (harpsichord, organ), Brilliant Classics, NL-Leeuwarden 2025, 2 CDs, 97574
Für Flötisten die wohl bekanntesten Werke Giordanis sind die 6 Trios op. 12 für Flöte, Viola und Violoncello. Schöne gediegene, unterhaltende Musik der Frühklassik. Giordani war ein fleißiger Komponist, allein mehrere Sinfonien, Klavierkonzerte, Streichquartette, aber – er war ja mal Opernsänger in London gewesen – auch 20 Opern finden sich in seinem Werkverzeichnis. Dieses Denken vom Gesang her zeichnen auch die allerdings sparsam besetzten Flötenkonzerte aus. Sparsam besetzt das „Orchester“ mit 2 Barockviolinen, Barockcello und Cembalo bzw. Orgel, sparsam aber auch bei der verdienstvollen ersten CD-Aufnahme dieser Werke: hier in solistischer Besetzung. Die Konzerte, schon sehr unterschiedlich untereinander, warten mit oft sehr schönen Melodien auf, so besonders im langsamen Satz des 4. und 3. Konzerts, dort sozusagen eine unendliche Melodie, die dann im Gegensatz zu den anderen langsamen Sätzen auch keine Kadenz mehr benötigt, sondern direkt in das Schlussrondo mit seinem lebendigen Thema und originellen Couplets mündet. Alle Konzerte haben drei Sätze, besonders die Schlusssätze oft mit spritzigen Themen, die ersten Sätze mit immer neuen originellen Einstiegen der Flöte, besonders z. B. im 6. Konzert. Wunderschön, graziös gespielt mit fantasievollen Artikulationen, der 1. Satz des 1. Konzerts, brillant die virtuosen Passagen der Traverso in allen Konzerten. Auch in ihrer gekonnten Ausführung von allen Beteiligten – Giovanni Miszczyszyn mit seinem Ensemble – sind diese beiden CDs eine lohnende Neuerscheinung zur Gemütsergötzung.
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